Johann Ludwig Uhland

Frühlingsglaube

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Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und wehen
Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muß sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner
mit jedem Tag,
Man weiß nicht,
was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muß sich alles, alles wenden.


Translation by Hyde Flippo

The gentle winds are awakened,
They murmur and waft
day and night,
They create in every corner.
Oh fresh scent, oh new sound!
Now, poor dear, fear not!
Now everything, everything must change.


The world becomes more beautiful
with each day,
One does not know
what may yet happen,
The blooming doesn't want to end.
The farthest, deepest valley blooms:
Now, poor dear, forget the pain!
Now everything, everything must change.

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